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Die vier historischen Ernüchterungen

Nüchternheit. Eine Tugend Die vier historischen Ernüchterungen – Der schmerzhafte Lernweg der Moderne Ereignisse werden „Geschichte" durch Deutung, d.h. sie haben immer auch eine Bedeutung, sobald sie in einem Kontext und mit einer Absicht erzählt werden. Zu erzählen „wie es wirklich war", „warum es so ist, wie es ist", „wie es dazu kommen konnte", „woher ich stamme" und so fort. Geschichte ist niemals „neutral". Und es gibt „Ereignisse" bzw. Erzählungen, die in sich eine große Ernüchterung tragen, selbst wenn sie nicht als solche erzählt worden sind oder erzählt werden: Sie tragen eine Verletzung in sich, weil sie von einer berichten oder weil sie selbst eine darstellen. Solche Ereignisse nenne ich „historische Ernüchterungen". Sie sind konkret, aus Quellen erhebbar und zugleich hermeneutisch mehrdeutig. Sie berichten von Erschütterungen, die tief in das kulturelle Gedächtnis eingesenkt sind und darum eine der Quellen jenes Zornes, jener Fr...